Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung

/ Erinnerungsarbeit

„Ihr werdet die Deutschen immer wieder daran erkennen können, ob sie den 8. Mai als Tag der Niederlage oder der Befreiung bezeichnen.“

Heinrich Böll in seinem fiktiven „Brief an meine Söhne“

Die Deutschen und ihre Politiker taten sich jahrzehntelang schwer mit dieser politisch-moralischen Frage zum Ende des Nationalsozialismus.

„Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung“
Weizsäcker setzte 1985, 40 Jahre nach Kriegsende, mit seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag einen Meilenstein in der öffentlichen Aufarbeitung der NS Geschichte.
Seine Rede enthielt drei unbequeme Thesen: Die Deutschen wurden befreit, allen Opfern des Nationalsozialismus gebührt Respekt und Trauer, und Mitläufer tragen eine Mitschuld am Nazi-Regime.
„Der 8. Mai ist für uns vor allem ein Tag der Erinnerung an das, was Menschen erleiden mussten.“

Heute sehen wir uns mehr denn je einer Normalisierung von geschichtsrevisionistischen faschistischen Bestrebungen ausgesetzt. Auch die sogenannte Zeitenwende Rhetorik und Militarisierung muss uns Mahnung sein:

Nie wieder!

Das liegt an uns allen.

Und es bräuchte dringend wieder neue Meilensteine für die aktuelle Aufarbeitung!

Plauen, 08.05.2024

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