Die letzten Zeitzeugen gehen – Zum Tod von Ingeburg Büchner

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Ingeburg Büchner, sie war eine besondere Zeitzeugin für junge Menschen, die mit viel Einfühlungsvermögen ihre Geschichte erzählte. Die Schüler*innen hingen an ihren Lippen und als gelernte Erzieherin fiel es ihr nie schwer mit ihnen ins Gespräch zukommen. 1925 geboren, da war viel Geschichte, von der sie zu berichten wusste.

Sie meldete sich auf einen Zeitungsartikel, um als Zeitzeugin für die französische Sängerin Corinne Douarre zur Verfügung zu stehen. Corinne Douarre kam nach Plauen auf den Spuren ihres Vaters. Raymond Douarre war französischer Zwangsarbeiter in der VOMAG.

Corinne Douarre, Ingeburg Büchner und Doritta Korte führten viele erfolgreiche Projekte mit Schüler*innen zum Thema Zwangsarbeit in Plauen durch. „Ich würde mir wünschen, dass diesem Thema viel mehr Beachtung zukommt.“, sagt Doritta Korte. Fritz Korte hat zur Geschichte von Raymond Douarre einen Sächsischen Landespreis beim Geschichtswettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten erhalten. Als colorido e. V. werden wir bei einem Mahngang am 10. April 2022 dieses Thema wieder aufnehmen.

Corinne Douarre kommt jedes Jahr zu einem Konzert nach Plauen. Ingeburg Büchner freute sich dann schon auf ihren Besuch, denn aus der Zeitzeugin ist eine Freundin geworden. Wir werden die Geschichte der Zeitzeugin Büchner in ihrem Sinne weitergeben.

Plauen, 18.12.2021

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