Rückblick 10.05.2022 – Lesung auf dem Postplatz – Gedenken an die Bücherverbrennung 1933

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Wie in jedem Jahr saßen wir auf dem Postplatz, vor uns ausgebreitet die lange Liste der Autorinnen und Autoren, deren Bücher von den Nazis verbrannt wurden.

Zu keiner anderen Zeit in der deutschen Geschichte war die Literatur in einem solchen Maße politischen Repressionen ausgesetzt wie zwischen 1933 und 1945.

Die Autorinnen und Autoren der verbrannten Werke wurden ausgegrenzt, verfolgt und vertrieben. Viele fanden den Tod oder kehrten nicht wieder nach Deutschland zurück. Mit der Bücherverbrennung wurde das vielfältige geistige und literarische Leben vor 1933 eliminiert.

Erfreut waren wir, dass uns spontan Unterstützung aus der Zivilgesellschaft zuteilwurde, die gerne unterstützend mitlesen wollten, sich auf unsere bereitgestellten Bänke setzen und das Mikro nahmen. Ziel dieser Veranstaltung ist immer, das vorübereilende Menschen kurz innehalten und das haben wir auf jeden Fall wieder erreicht.

Nächstes Jahr rundet das Datum der Bücherverbrennung, aber wir haben Ideen parat und sind schon mit eventuellen  Kooperationspartnern im Gespräch, um das Thema breiter aufzustellen und den Gedenktag mehr hervorzuheben.

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