Auftaktveranstaltung 06.05.2022: Einführung in Verschwörungserzählungen und Verschwörungsideologien

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Reale Verschwörungen gab und gibt es in der Menschheitsgeschichte immer. Demnach ist es zunächst eine demokratische und humanistische Aufgabe, reale Verschwörungen aufzuklären. Dies geschah beispielsweise in den 1970er Jahren in den USA als die so genannte Watergate Affäre des US Präsidenten Richard Nixon aufgeklärt wurde. Die Annahme einer Verschwörung kann sich aber auch als falsch beziehungsweise unbegründet herausstellen. Experten sagen zudem, dass reale Verschwörungen häufig zeitlich und territorial begrenzt sind. Dem gegenüber stehen Verschwörungsideologien. Diese behaupten die Existenz einer umfassenden Verschwörung, die von einer kleinen machthabenden Gruppe ausgeht und sozusagen eine alternative Geschichte vom Menschen und der Gesellschaft erzählt. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung. Anders als bei der Suche nach realen Verschwörungen geht es hierbei nicht um ein singuläres Ereignis, als vielmehr um ein Weltbild, dass vor allem sinnstiftend und identitätsbildend ist. Ein solches begegnet uns aktuell im Kontext der Corona-Pandemie, aber auch im Ukraine-Russland-Krieg oder der Debatte um die Klimakrise. Im Vortrag wirft Benjamin Winkler vom Projekt debunk der Amadeu Antonio Stiftung einen Blick auf die Merkmale, Funktionen, Ursachen und Gefahren von verschwörungsideologischen Weltbildern. In der Diskussion soll dann die Frage erörtert werden, was gegen Verschwörungserzählungen / Verschwörungsideologien getan werden kann.

Referent: Benjamin Winkler, Projekt debunk (Amadeu Antonio Stiftung)
Moderation: colorido e.V.

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Die Veranstaltung ist Auftakt einer Reihe mit dem Schwerpunkt Verschwörungsideologien und Handlungsmöglichkeiten, welche gemeinsam vom Projekt debunk der Amadeu Antonio Stiftung und dem Verein colorido e.V. durchgeführt wird. Zwischen Mai und Dezember 2022 werden mehrere Termine online und in Präsenz angeboten. Die Veranstaltungen richten sich an engagierte Menschen im Vogtland sowie in ganz Sachsen. Einen Schwerpunkt legen debunk und colorido e.V. jeweils auf die Analyse und Handlungsmöglichkeiten im Vogtland.

Weitere Termine der Reihe sind:

17. Juni, 18 – 20 Uhr | Verschwörungsideologien und Rechtsextremismus (Plauen)

08. Juli, 18 – 20 Uhr | Verschwörungsideologien und Klimakrise (Plauen)

Die Reihe wird nach dem Sommer fortgesetzt. Termine werden unter www.amadeu-antonio-stiftung.de/termine veröffentlicht.

Bitte melden Sie sich für den Termin am 6. Mai und alle weiteren Termine unter sachsen@amadeu-antonio-stiftung.de an. Nennen Sie uns dort Ihren Vor- und Nachnamen und ggf. eine zugehörige Organisation, für welche Sie ehren- oder hauptamtlich tätig sind. Den Link zur Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden ca. am Morgen des jeweiligen Termins.

Rückfragen beantworten wir Ihnen gern über die angegebene Email-Adresse.

Wir machen darauf aufmerksam, dass Personen der extrem rechten Szene bzw. Personen, die in der Vergangenheit in Zusammenhang mit extrem rechten oder diskriminierenden Äußerungen aufgefallen sind, keinen Zugang zur Veranstaltung erhalten.

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