Originaltext & Autor: Verbrannte Orte e.V. – Onlineatlas der NS Bücherverbrennungen
wir schreiben euch in turbulenten Zeiten. Die Vorgänge rund um den Deutschen Buchhandlungspreis 2025 – die nachträgliche Streichung dreier ausgezeichneter Buchhandlungen durch Kulturstaatsminister Weimer, die kurzfristige Absage der gesamten Preisverleihung und der Umgang mit den betroffenen Läden – erschüttern uns und zeigen einmal mehr, wie fragil kulturelle Freiräume sein können.
Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit Golden Shop, Rote Straße und Schwankende Weltkugel.
Wer mehr dazu lesen möchte: verlagegegenrechts.de/rote-karte
Und dennoch – oder gerade deshalb – freuen wir uns sehr auf die Buchmesse. Denn hier ist genau der richtige Ort, um sichtbar zu sein.
Wir sind dabei: Leipziger Buchmesse 2026
Ihr findet uns in Halle 2, Stand B 506. Kommt vorbei, sagt Hallo und sprecht mit uns – über unsere Arbeit, über Erinnerungskultur, über das, was gerade passiert.
Workshops im Jugendcampus Uverse
Wir freuen uns besonders, in diesem Jahr zwei Workshops mit Jugendlichen anzubieten – beide am Donnerstag, 19. März, im Jugendcampus Uverse (Halle 2, H501/K500/K501):
Kunst unter Druck
19. März | 10:30–12:15 Uhr Mehr Infos: verlagegegenrechts.de/veranstaltungen/kunst-unter-druck
Im Mittelpunkt stehen Illustratorinnen und Illustratoren, deren Werke im Nationalsozialismus verboten und verbrannt wurden – Menschen, die fliehen mussten, nicht mehr veröffentlichen durften oder vollständig aus dem kulturellen Leben gelöscht wurden. Die Teilnehmenden erforschen ihre Biografien und gestalten anschließend, inspiriert von deren Stilen und Lebensgeschichten, eigene Buchcover oder Illustrationen.
Erinnerung gestalten
19. März | 13:30–14:15 Uhr Mehr Infos: verlagegegenrechts.de/veranstaltungen/orte-der-ns-buecherverbrennung
Der Workshop nimmt die Orte der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen in den Blick und fragt, wie diese Stätten heute genutzt werden – und ob sie überhaupt noch erinnert werden. Jugendliche ab 14 Jahren entwickeln dabei eigene kreative Ideen, wie Erinnerung an diese Geschichte lebendig gehalten werden kann – ob als Installation, Aktion oder digitales Projekt.
Täglich bei uns am Stand: Publikumsgespräch
Die Bücherverbrennungen von 1933 – Lernen für die Demokratie
Jeden Messetag laden wir zum Gespräch ein:
• Donnerstag: 15:00 Uhr
• Freitag, Samstag, Sonntag: jeweils 12:00 Uhr
Keine Anmeldung nötig – einfach vorbeikommen.
Bitte unterstützt uns
Die Messe ist für uns jedes Jahr mit erheblichen Kosten verbunden. Und doch ist sie unglaublich wichtig – für unsere Reichweite, unsere Sichtbarkeit und für all die Begegnungen, die dort entstehen. Wenn ihr unsere Arbeit schätzt und möglich machen wollt, freuen wir uns sehr über eine Spende. Jeder Betrag hilft.
blog.verbrannte-orte.de/unterstuetzen/
Ausblick
Der reguläre Newsletter folgt Anfang April – mit vielen Terminen und Neuigkeiten aus dem Projekt.
Neue Ausstellung – Ausstellungsorte gesucht
Zum Schluss noch ein Aufruf in eigener Sache: Wir sind auf der Suche nach Ausstellungsorten für unsere neue Ausstellung, die ab Anfang Juli gezeigt werden soll. Zwischen Flammen und Freiheit – Wenn Worte verboten sind Gefördert durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.
Die Ausstellung geht der Frage nach, welche Formen von Widerstand gegen rechten Kulturkampf es 1933 gab – und welche es heute gibt. Sie beleuchtet, wie Schriftsteller:innen, Bibliothekar:innen sowie Buchhändler:innen auf die Bücherverbrennungen reagierten und was ihre Geschichten für unsere Demokratie heute bedeuten. Die Ausstellung ist modular und in verschiedenen Varianten – als Indoor-Aufsteller, als hängbare Plakate oder als großflächige Bauzauninstallation im öffentlichen Raum – umsetzbar.
Alle Infos unter: zwischen-flammen-und-freiheit.de
Wenn ihr einen geeigneten Ort kennt oder selbst Interesse habt, meldet euch gerne bei uns!
Wir freuen uns, euch in Leipzig zu sehen!
Herzliche Grüße
Jan Schenck
