#Zusammengegerassisimus – Internationaler Tag gegen Rassismus

/ Internationale Wochen gegen Rassismus, vergangene Projekte/ 0Kommentare

Der 21. März ist der Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung der Vereinten Nationen
und mahnt an das Massaker von Sharperville, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharperville 69 friedlich Demonstrierende erschoss.
Vom Rathaus bis zum Landratsamt sollten auch in diesem Jahr, im 60. Jahr der Wiederkehr dieses brutalen Ereignisses Menschen mit ihrer Anwesenheit ein Zeichen gegen Rassismus setzen.


Leider kommt aber in diesem Jahr keine Menschenkette zustande aufgrund der Corona-Krise. An den Anweisungen ist nichts zu ändern und diese Prävention ist wichtig und einzuhalten. Wir wollten noch mit einer Kunst-Installation im öffentlichen Raum aufmerksam machen und im ersten Moment schockte uns die Absage seitens der Behörde. Aber die haben recht, wir haben nicht nachgedacht.


Aber der Kreativität sind ja keine Grenzen gesetzt und so haben zwei Vereinsmitglieder unsere Büroräume mit den Schaufenstern dazu genutzt, um auch in schwierigen Zeiten wie der Corona-Krise trotzdem ein Statement zu setzen. Denn dieser Internationale Tag gegen Rassismus darf nicht unter den Tisch fallen.



Jedes persönliche Engagement kann etwas verändern! Wir machen in unseren Schaufenstern auf mehrere Themen im Zusammenhang gegen Rassismus und Ausgrenzung aufmerksam, aber eines ist uns ein besonderes Anliegen aktiv zu werden:
Hände waschen ohne fließendes Wasser? Häusliche Quarantäne ohne Häuser? Abstand halten bei 20.000 Menschen in einem für 3000 ausgelegten Camp? Die lebenswichtigen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise können Menschen im Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos unmöglich befolgen. Wenn wir eine Chance haben wollen, die Ausbreitung des Coronavirus aufzuhalten, müssen die überfüllten Flüchtlingslager schnell evakuiert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Innenminister Horst Seehofer müssen die Menschen nun an Orte bringen, die den Empfehlungen von Gesundheits-Expert*innen entsprechen. Das wäre doppelte Solidarität: Mit den Menschen im Camp – genauso wie mit den Risikogruppen bei uns in Deutschland.
Die Lage der geflüchteten Menschen auf den griechischen Inseln spitzt sich von Tag zu Tag zu. Wir alle wissen um die grauenvollen Umstände, unter denen die Menschen in und um die Camps leben müssen. Es gibt keinerlei Schutz vor Gewalt, Krankheiten und psychischer und physischer Not.
Die Europäische Union hat ihren Schwerpunkt allein auf bewaffnete Grenzsicherung gelegt. Die deutsche Bundesregierung, wie einige weitere Staaten, geben Absichtsbekundungen ab, bis zu 1500 schutzbedürftige Kinder aus den Lagern zu holen.
Niemand weiß, wann. Niemand weiß, wen. Niemand weiß, wie.

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