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Feierlicher Gedenkakt zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Flossenbürg am 26. April 2026

Es war ein liebenswürdiger sehr persönlicher Gedenkakt, ein große Umarmung aller, die unterschiedlicher Meinung sein dürfen, aber immer ohne Hass.

So ähnlich wurde es beschreiben von Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Beeindruckt startete das Gedenken mit einem Überlebenden des Konzentrationslagers Flossenbürg Dr. Leon Weintraub. Dr. Weintraub feierte am 01. Januar 2026 seinen 100. Geburtstag.

Er sah es als große Ehre an, das zu Beginn Ludwig van Beethoven erklang, aus dem Konzert für Violine und Orchester in D-Dur, op. 61, Fassung für Streichquartett und Klarinette. Es gibt wohl eine sehr persönliche Verbindung zu dieser Musik.

Wir gedenken, weil Vergessen keine Option ist. Zum Erinnern gehört Verhindern, dass sich der braune Geist nicht mehr breit macht in Deutschland. Die Gedenkstätte, dieser Ort ist Verpflichtung. Der Terror wurde getragen und geleitet quer durch das Deutsche Reich. Auch Plauen!

Es war für uns sehr gut, zu sehen, dass Bürgermeister aus Städten wie z. B. Lengenfeld, Mülsen, Freiberg vor Ort waren. Alles Orte mit Außenstallen des Konzentrationslagers Flossenbürg. Bedrückt nahmen wir zur Kenntnis, dass aus Plauen nur wir den Weg fanden, um dem Gedenken beizuwohnen. Denn auch Plauen war eine Stadt mit mehreren Außenstellen. Stattdessen frönt man in Plauen jedes Jahr wieder dem Opferkult. Traurig – dabei ist Erinnerungskultur eine große Aufgabe. Wir bleiben dran und werden nicht nachlassen, denn es gibt eine Verpflichtung für uns, unsere Kinder und unsere Enkelkinder.

Unser Staat steht heute für Demokratie. Dieses Ideal müssen wir in die nächste Generation geben. Flossenbürg ist ein Ort der Bildung, daraus müssen Konsequenzen gezogen werden.

Mit Empörung nehmen wir immer wieder wahr, was sich heute die Politiker der AfD zu sagen trauen. Erinnerungskultur ist kein Mahnmal der Schande. Die AfD will davon nichts wissen. Wir müssen noch sehr viel lauter deutlich machen, dass es nicht egal ist, was von dieser AfD verbreitet wird. Wir müssen entgegenhalten. Das sind wir schuldig. 

Vergessen ist niemals neutral, es ist gefährlich! Jeder Satz des Hasses, dem nicht widersprochen wird, bleibt stehen und ermuntert zu weiteren Sätzen des Hasses. 

Wir müssen handeln!

Wir sind verpflichtet, uns für die Würde jedes einzelnen Menschen einzusetzen!

Wir müssen zusammenhalten!

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